ToLle bAnDs

INCUBUS



Seit den späten 80ern sind die fünf Kalifornier nun schon zusammen, haben sich Dutzende von Gold- und Platin-Scheiben erspielt und füllen selbst die größten Footballstadien. Allerdings nur in den USA - für den bundesrepublikanischen Geschmack sind die "Thirtysomethings" dagegen einfach zu verquer - was sich auch auf ihrem neuen, sechsten Album fortsetzt - mit 13 Stücken, die aus einem scheinbar völlig zusammenhanglosen und wild durcheinander gewürfelten Klang-Torso bestehen. Spaciger Kraut-Rock trifft große Rock-Hymnen, relaxte Popsongs, knüppelharten Punkrock, schrullige Indie-Töne, experimentellen Free Jazz und puren Krach. Ein subversiver Hirnfick, der eigentlich nicht von ein und derselben Band stammen kann und der den Hörer auf eine echte Probe stellt. (einslive)

Etwas negative Kritik aber ich find sie toll!

ARCTIC MONKEYS



Von Laura Scheiter
Wenn es darum geht, möglichst viele hippe, neue Bands kennen zu lernen, ist das britische Musikmagazin NME immer eine zuverlässige Quelle. Im Fall der Arctic Monkeys brauchte es aber keine Lobgesänge seitens der Presse, sondern einfach ein paar begeisterte Fans und das Internet: Die Arctic Monkeys haben sicherlich eine der spektakulärsten Karrieren der letzten Jahre gestartet. Bei ihren ersten Konzerten verteilten die vier Jungs aus dem nordenglischen Sheffield einfach ihre Demo-CDs an die Zuschauer und kurze Zeit später fanden sich die Songs der Arctic Monkeys im Internet wieder. Eigentlich nicht ganz legal und eher ein Albtraum für Musiker, aber die Songs der Band verbreiteten sich so schnell, dass die Jungs bald ausverkaufte Touren im ganzen Land spielten und die Fans überall ihre Texte mitsangen. Es folgte ein Plattenvertrag im Mai vergangenen Jahres und im Herbst 2005 mit "I bet you look good on the dancefloor" der Nummer Eins Hit in den britischen Charts, "Senkrechtstart" wäre wohl die passende Beschreibung für einen derartigen Aufstieg. Zu sagen, die Arctic Monkeys hätten einfach Glück gehabt, wäre trotzdem falsch: Die Musik bewegt viel zu schnell Herz und Beine, als dass man ihren Erfolg allein dem Internet zuschreiben könnte. "Es geht doch um viel mehr als um Technik! Erst mal mussten die Songs doch was taugen, so dass die Leute sie auch noch gekauft haben, als sie auf Platte rauskamen. Das hat uns jede Angst genommen, ob sich das Album gut verkaufen wird, weil wir Sachen erfahren haben, von denen wir niemals geträumt hätten", sagt Sänger und Gitarrist Alex Turner. (einslive)

DENDEMANN



Mit seiner früheren Band Eins Zwo gehörte Dendemann zu den innovativsten und damals auch erfolgreichsten HipHop-Combos in Deutschland. Nach dem Ende von Eins Zwo im Jahre 2003 wurde es sehr still um Dendemann. Er war zwar bei den verschiedensten Songs und Künstlern als Gastrapper (Beginner, J-Luv, Curse) am Start, aber eigene Tracks hat er selber nicht zustande gebracht. Jetzt ist sein Solodebüt "Die Pfütze des Eisbergs" erschienen. Und auf dem zeigt sich Daniel Ebel aka Dendemann gewohnt sprachgewandt und witzig. Eben: Old School, wie er findet. (einslive)

PANIC! AT THE DISCO



So langsam gewöhnt man sich an diesen Hype: Genau wie ihre Kollegen von den Arctic Monkeys hatten Panic! At The Disco bereits vor ihrer offiziellen Albumveröffentlichung so viele Fans im Sack, dass sich mit ihnen locker alle WM-Stadien auf einmal füllen ließen. Was war passiert? Noch bevor die vier jungen Burschen, fast alle sind unter 20, anfingen Konzerte in ihrer Heimatstadt Las Vegas zu spielen, platzierten sie ihre Songs im Internet. Auf Seiten wie Purevolume oder vor allem Myspace schossen sie bereits nach kurzer Zeit an die Spitze der seiteninternen Charts, hörten sich dort bis zu vier Millionen User ihre Songs an. "Dadurch haben wir dann ja auch erst einen Plattenvertrag bekommen", so Sänger Brandon. "Das war super wichtig und ist auch der Grund, warum unsere allererste Deutschlandshow in Köln ausverkauft war. Das ist schon heftig!" Überraschen tut dieser Erfolg indes nicht, denn dafür vereint "A fever you can't sweat out" einfach zu sehr alles, was gerade so angesagt ist. Das klingt nach Fallout Boy, den Killers oder The Faint gleichermaßen: Geschickt pendeln Panic! At The Disco zwischen melodischem Punkrock, zackigen Wave Beats und quietschigen Keyboardsounds. Und die Band? Geht auch noch hausieren damit. Skandal! "Wir hatten die erste Hälfte der Platte gerade fertig, mit all diesen tanzbaren Songs", so Bassist Brent. "Da haben wir gemerkt, dass uns das auf Dauer irgendwie langweilt und haben ein paar Rocknummern geschrieben. Und deshalb ist die Platte auch zweigeteilt: Denn wenn man alles durcheinander gewürfelt hätte, wäre am Ende bloß Chaos raus gekommen. Aber so macht die Platte Sinn!" Ob man "A fever ... " allerdings auch in ein, zwei Jahren noch guten Gewissens aus dem Regal ziehen wird, bleibt abzuwarten. Als gültige Momentaufnahme gehen Panic! At The Disco aber allemal durch. (einslive)

THE KOOKS



Vier junge Burschen, alle um die 20 Jahre. Gut aussehend sind sie und womöglich das nächste große Ding von morgen. Das übliche Spielchen also, denn im Grunde trifft diese Beschreibung derzeit doch auf so ziemlich jede neue Band aus Großbritannien zu. So auch auf The Kooks aus Brighton. Aber trotz dieser vermeintlichen Ähnlichkeit mit sämtlichen Kollegen sind The Kooks etwas Besonderes. Und das weniger wegen der Tatsache, dass der lockige Frontmann Luke Pritchard der Ex-Freund der Pop-Sängerin Katie Melua ist. Vielmehr liegt es an dem Debütalbum "Inside in/inside out", mit dem die Truppe übrigens auch mal direkt auf Platz neun der britischen Albumcharts landete.


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